2020年1月8日水曜日

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Ораниенбургер-штрассе


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'''Ораниенбургер-штрассе''' ( — букв. «[[Ораниенбург (город)|Ораниенбургская]] улица») — улица в берлинском районе [[Митте (район Берлина)|Митте]], в историческом [[Шпандауское предместье|Шпандауском предместье]], соединяющая площадь [[Хаккешер-Маркт]] с северным концом улицы [[Фридрихштрассе]]. Названа в честь города [[Ораниенбург (город)|Ораниенбург]] в [[Бранденбург]]е. Ораниенбургер-штрассе богата туристическими достопримечательностями, популярна благодаря находящимся на ней барам, ресторантам и кафе, а также местному [[Квартал красных фонарей|кварталу красных фонарей]].

Ораниенбургер-штрассе проложена от Хаккешер-Маркт прямо в северо-западном направлении и переходит во Фридрихштрассе в 50 м к югу от бывших [[Ораниенбургские ворота|Ораниенбургских ворот]].

<!-- == История ==
Die Straße existiert etwa seit dem 13. Jahrhundert, zunächst unter dem Namen ''Spandauer Heerweg''. Sie war damals die Verbindung vom Spandauer Tor der [[Berliner Stadtmauer]] nach [[Berlin-Spandau|Spandau]]. Noch im 17. Jahrhundert befanden sich hier Ackerflächen, eine kurfürstliche [[Meierhof|Meierei]] sowie mehrere [[Ziegelei|Ziegel-]] und Kalkscheunen (Lager für [[Оксид кальция]]). Infolge von Grundstücksschenkungen der Kurfürstin [[София Шарлотта Ганноверская|Sophie Charlotte]] hatte sich hier bereits Ende des 18. Jahrhunderts eine lockere Bebauung gebildet. Von 1703 bis 1706 wurde am Spandauer Heerweg das [[Дворец Монбижу]] errichtet.

=== Entwicklung zur innerstädtischen Wohn- und Geschäftsstraße ===
Vor dem etwas nach Norden verlegten Spandauer Tor entstand nach dem Abriss der [[Festung Berlin|Berliner Festungsanlage]] der Hackesche Markt. Mit dem Bau der [[Berliner Zollmauer|Akzisemauer]] bürgerte sich der Name ''Oranienburger Straße'' ein. Die offizielle Benennung erfolgte allerdings erst am 26. Juni 1824. Nun setzte auch die Entwicklung zu einer [[Historische Mitte (Berlin)|innerstädtischen]] Straße ein. Das [[Мещанство|Großbürgertum]], zahlreiche Firmensitze, Einrichtungen des öffentlichen Lebens, Kaufhäuser und nicht zuletzt Berliner [[Евреи]] prägten diese geschäftige Straße.

=== Zeit des Nationalsozialismus ===
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-S78682, Berlin, Oranienburger Straße, Synagoge, Ruine.jpg|mini|hochkant|links|Ruine der Synagoge, 1948]]

Am 24. Januar 1933, eine Woche vor der Ernennung [[Гитлер, Адольф]]s zum [[Рейхсканцлер]], wurde im Hause Oranienburger Straße 31 ein jüdisches Museum eingerichtet. Das Gebäude kam schon bald in den Besitz des [[Свободное государство Пруссия|preußischen]] Staates, der es dem [[Национал-социалистический союз студентов Германии|Studentenwerk]] übergab. In ihm wurde ein Heim für junge Akademiker eingerichtet.

Am 10. Mai 1933 sammelten sich vor diesem Haus Studenten in [[Штурмовые отряды|SA]]-Uniform, SA-Leute und Anhänger der [[Национал-социалистическая немецкая рабочая партия|NSDAP]], um von hier aus mit bereitgestellten Lastwagen zur [[Сожжение книг в нацистской Германии|Bücherverbrennung]] am [[Бебельплац|Opernplatz]] zu ziehen. Am [[Хрустальная ночь|9. November 1938]] brannte auch die [[Neue Synagoge (Berlin)|Neue Synagoge]] in der Oranienburger Straße, jedoch konnte der Brand aufgrund des Einschreitens des Polizeireviervorstehers [[Wilhelm Krützfeld]] gelöscht werden. Durch die [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Luftangriffe der Alliierten]] in den Jahren 1943/1944 wurden die Synagoge, das [[Дворец Монбижу]], das [[Postfuhramt]] sowie das [[Масонская ложа|Logengebäude]] der [[Масонство|Freimaurer]] in der Oranienburger Straße 71/72 und zahlreiche andere Gebäude schwer beschädigt.

=== Von der Nachkriegszeit bis in die 2010er Jahre ===
Zu [[Германская Демократическая Республика|DDR]]-Zeiten wurden viele Gebäude nur notdürftig instand gesetzt oder abgerissen.<ref>[https://ift.tt/2tHfWQ4 Oranienburger Straße 27] Foto von 1993</ref> Die Reste von Schloss Monbijou wurden 1960 gesprengt und abgetragen, ebenso 1972 das nur relativ wenig beschädigte [[Domkandidatenstift (Berlin)|Domkandidatenstift]] von [[Штюлер, Фридрих Август]] an der Ecke Krausnickstraße, dessen Gelände in die Grünanlage einbezogen wurde. Die Straße war Sitz dreier bedeutender DDR-Verlagshäuser, darunter des [[Henschel-Verlag]]es. Legendäre Gaststätten der kleinen [[Восточный Берлин]]er [[Szene (Volkskunde)|Szene]] waren das Studentencafé ''116'' sowie der ''Esterhazy-Keller''.

Trotz unmittelbarer Nähe zur [[Фридрихштрассе]] konnte die Oranienburger Straße auch nach der [[Мирная революция в ГДР|Wende]] ihre durch den Krieg und Vernachlässigung geschlagenen Wunden nicht vollständig heilen. Einige der alten Gebäude und Fassaden wurden jedoch seit Anfang der 1990er Jahre historisch getreu wiederhergestellt. Auch durch die Einrichtung des Centrum Judaicum in der Neuen Synagoge und die Ansiedlung zahlreicher Künstler, unter anderem im ''[[Тахелес]]'', ist neues Leben in die Straße eingezogen.

== Sehenswertes ==

=== Monbijoupark ===
In der Nähe des Hackeschen Marktes liegt am Standort des abgetragenen [[Дворец Монбижу|Schlosses Monbijou]] der [[Monbijoupark]], eine etwa drei [[Гектар]] große Grünfläche. In ihr befinden sich einige Gaststätten, Ateliers der Kunsthochschule Berlin, mehrere Freizeitsportanlagen und ein Kinderschwimmbad. Der Park wurde 1974 und von 2006 bis 2007 umgestaltet.

=== Neue Synagoge ===


Etwa auf mittlerer Höhe der Straße (Parzelle Nummer 30) befindet sich die [[Neue Synagoge (Berlin)|Neue Synagoge]]. Sie ist eine der größten [[Синагога]]n der Stadt und war 1859 bis 1866 von [[Кноблаух, Эдуард]] begonnen und nach dessen Erkrankung von [[Штюлер, Фридрих Август]] als Hauptsynagoge der [[Juden in Berlin|Jüdischen Gemeinde in Berlin]] vollendet worden. Bekannt ist das Gotteshaus vor allem durch seine teilvergoldete Kuppel.

Die Synagoge wurde während der [[Хрустальная ночь|Reichspogromnacht]] in Brand gesteckt, trug davon aber kaum Schäden davon, da der Brand schnell gelöscht wurde. Im [[Вторая мировая война|Zweiten Weltkrieg]] wurde der [[Храмовая архитектура]] durch Bomben stark beschädigt. Nach dem Krieg wurden beschädigte Gebäudeteile einschließlich der ursprünglichen Hauptsynagoge abgerissen.<ref></ref> Der 1988—1993 rekonstruierte Bau steht seit den 1970er Jahren unter [[Denkmalschutz]] und dient als Museum.

[[Datei:Berlin, Mitte, Oranienburger Straße, Kunsthof 01.jpg|mini|[[Oranienburger Straße 27]]]]

Die Wohn- und Gewerbehofanlage an der [[Oranienburger Straße 27]] zeigt eine [[Классицизм|spätklassizistische]] Fassade am Vorderhaus (erbaut 1840), während die westlichen Hoffassaden Merkmale des [[италия]]ischen Villenstils aufweisen.<ref>[https://ift.tt/2Fr9wY8 KunstHof Berlin.]</ref> Von der Oranienburger Straße 32 besteht über die [[Heckmann-Höfe]] ein Durchgang zur [[Auguststraße (Berlin)|Auguststraße]].<ref>[https://ift.tt/2QZ23Vu Foto: Oranienburger Ecke Tucholsky 1993]; , [https://ift.tt/306REeM Foto: Durchgang zur Auguststraße.]</ref>

=== Postfuhramt ===
[[Datei:Postfuhramt Berlin.jpg|mini| [[Postfuhramt]] an der Ecke Tucholskystraße (rechts)]]

An der Ecke Tucholskystraße (Parzellen 35/36) befindet sich das frühere [[Postfuhramt|Kaiserliche Postfuhramt]]. Das zwischen 1875 und 1881 erbaute Gebäude wird wie die Neue Synagoge von einer Kuppel gekrönt. In diesem Fall handelt es sich um eine achteckige [[Кирпич|Ziegelkuppel]], die von zwei Flügelbauten flankiert wird. An der Fassade des Gebäudes finden sich insgesamt 26 [[Портрет]]s bekannter Persönlichkeiten, die das Postwesen erweitert haben. Eines der Porträts ist allerdings zerstört und der Dargestellte kann nicht mehr identifiziert werden.

Das Gebäude wurde bis 1973 für seinen ursprünglichen Zweck genutzt, danach bis zur [[Мирная революция в ГДР|Wende]] für andere Bereiche der [[Deutsche Post (ГДР)|Deutschen Post]], etwa den Postzeitungsbetrieb. Nach der Wende beherbergte das Gebäude verschiedene Gastronomiebetriebe sowie die Foto-Ausstellungen von ''[[C/O Berlin]]''.

Das gesamte Gebäude steht nunmehr unter Denkmalschutz und sollte unter anderem zu einem Hotel umgebaut werden.<ref></ref> Nach mehreren Eigentümerwechseln gehört es seit 2012 dem Medizinunternehmen [[Biotronik]], der das Postfuhramt zur Firmenrepräsentanz umbaut.<ref> In: ''[[Berliner Woche]]'', 9. Januar 2014</ref>

=== Haupttelegrafenamt ===


Gegenüber dem Postfuhramt und direkt neben dem Monbijoupark befindet sich der Gebäudekomplex des bis 1992 in Betrieb befindlichen [[Haupttelegrafenamt Berlin|Haupttelegrafenamts von Berlin]] (HTA); es hat die Postadresse Oranienburger Straße 73/76.

Der graue Putzbau, entstanden 1910 bis 1916, diente in der [[Германская Демократическая Республика|DDR]]-Zeit der Deutschen Post als [[Телеграфия|Fernmeldeamt]], nach der Wende wurde es Eigentum der [[Deutsche Telekom|Deutschen Telekom]], die es bis 1992 weiter betrieb. In den Räumen war eine der größten [[Rohrpost in Berlin|Rohrpostanlagen]] Deutschlands installiert, die bereits 1977 stillgelegt wurde. Die komplett erhaltenen Anlagen konnten bis Ende November 2008 im Rahmen einer Führung durch den Verein ''[[Berliner Unterwelten]]'' besichtigt werden. Die Zukunft des Gebäudekomplexes und der Rohrpostrelikte hängt von der Investorengruppe ab, die das Ensemble erworben hat und ein Büro- und Geschäftshaus daraus herrichten möchte.<ref>''[https://ift.tt/2QT5UmZ Ich wollte immer Unternehmer sein.]'' In: ''[[Der Tagesspiegel]]'', 24. September 2006.</ref>

=== Kunsthaus Tacheles ===
[[Datei:Kunsthaus tacheles.berlin.from west.JPG|mini|[[Kunsthaus Tacheles]]]]


Kurz vor der Einmündung in die Friedrichstraße befindet sich die Ruine der 1907—1909 erbauten ''Friedrichstraßen-Passage''. In den 1980er Jahren begann die [[Восточный Берлин]]er Verwaltung mit dem Abriss der im [[Вторая мировая война|Zweiten Weltkrieg]] teilweise zerstörten Passage. Nach der [[Мирная революция в ГДР|Wende]], im Februar 1990 besetzten rund 50 Künstler die Überreste und verhinderten so den Komplettabriss. Die Bezeichnung ''[[Тахелес]]'' bürgerte sich ein; es entwickelte sich zu einem alternativen Kulturzentrum. Kunsthandwerker, [[Дискотека]]en, Cafés, Ateliers und ein Kino mit zwei Sälen lockten Besucher aus aller Welt an. Das ruinöse Bauwerk steht seit den späten 1990er Jahren unter Denkmalschutz. Nach mehreren Diskussionsrunden, Ausschreibungen und Demonstrationen wurde das Tacheles im September 2012 geräumt. Inzwischen gehört es einem amerikanischen Investor. Die Zukunft ist unklar.

=== Legende der «Gespenstermauer» ===
[[Datei:Gespenstermauer.jpg|mini| «Gespenstermauer»]]

Einem [[Миф]] zufolge wird eine alte Hauswand an der Oranienburger Straße 39/40 als «Gespenstermauer» bezeichnet.<ref>''[https://ift.tt/39LMJUR Gespenstermauer.]'' In: ''[[Институт имени Гёте]]: Meet the Germans'' vom 19. Januar 2012.</ref> Nach einer Geschichte, die seit Anfang der 1980er Jahre vorwiegend in [[Восточный Берлин]] erzählt wird, erscheinen zeitweise die Geister zweier Kinder auf der Straße und verschwinden kurz darauf bei der Hausnummer 39/40. Aussehen und Herkunft der Kinder sind umstritten, da sie angeblich immer nur für kurze Zeit erscheinen und nicht klar zu erkennen sind. Kernpunkt der Legende ist jedoch, dass die Kinder einem für ein paar [[Пфенниг|Pfennige]] (oder später Cent) einen bescheidenen und uneigennützigen Wunsch erfüllen. Eine Reihe von Münzen steckt daher im Mörtel der Mauer westlich der benachbarten Bar.

== Öffentlicher Verkehr ==

=== Straßenbahn ===
Die Oranienburger Straße wird seit dem 29. Juli 1875 von Straßenbahnen befahren.<ref></ref> Die [[Große Berliner Pferde-Eisenbahn]] eröffnete an diesem Tag eine Linie zwischen Monbijouplatz, [[Моабит|Moabit]] und [[Шарлоттенбург (район Берлина)|Charlottenburg]]. Um 1883 wurde sie in Richtung Osten zum Hackeschen Markt verlängert. Zwischen 1945 und 1951 ruhte der Straßenbahnverkehr in der Straße. Gegenwärtig verkehren die Linien M1 und M5 in der Straße und stellen somit einen Anschluss in Richtung [[Фридрихштрассе]] sowie zum [[Берлин-Центральный|Hauptbahnhof]] und nach [[Альт-Хоэншёнхаузен|Hohenschönhausen]] her.

=== S-Bahnhof Oranienburger Straße ===
[[Datei:S-Bahn Berlin Oranienburger Strasse.JPG|mini|Zugang zum S-Bahnhof]]

Unterhalb der Kreuzung mit der Tucholskystraße befindet sich der [[Bahnhof Berlin Oranienburger Straße|S-Bahnhof Oranienburger Straße]]. Der Bahnhof wurde am 28. Mai 1936 als Teil des [[Тоннель север — юг]]s eröffnet. Der Bahnhof ist zweigleisig mit einem [[Остановочная платформа]] aufgebaut. Die Wände weisen wie auch die anderen Bahnhöfe der Strecke braungraue [[Керамическая плитка|Fliesen]] auf. Der Stationsname wird in [[Gebrochene Grotesk|gebrochener Groteskschrift]] dargestellt.

Zwischen dem 13. August 1961 und dem 2. Juli 1990 war der Bahnhof geschlossen. Die Züge der [[Западный Берлин]]er [[Берлинская городская электричка|S-Bahn]] fuhren ohne Halt durch und hielten erst wieder hinter der Sektorengrenze bzw. am [[Фридрихштрассе (станция)|Bahnhof Friedrichstraße]]. Nach der Wende war die Station Oranienburger Straße der erste der damaligen «[[Станция-призрак|Geisterbahnhöfe]]», der wiedereröffnet wurde.

== Filme ==
* ''Die Oranienburger Straße.'' Dokumentarfilm, Deutschland, 2012, 44 Min., Buch: Lutz Rentner, Regie: Frank Otto Sperlich, Produktion: Noahfilm, [[Rundfunk Berlin-Brandenburg|RBB]], Reihe: Geheimnisvolle Orte, Erstsendung: 28. August 2012 bei RBB, von RBB.
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== Примечания ==


== Литература ==
* Laurenz Demps: ''Die Oranienburger Straße''. Parthas Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-932529-20-0.

== Ссылки ==
* [https://ift.tt/39LMLfr Ораниенбургер-штрассе на berlin.kauperts.de]
* [https://ift.tt/37IuePb Ораниенбургер-штрассе на berlingeschichte.de]


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